Das Weltbild der Großen Mutter

Eine Zeit vor unserer Zeit

1. 9. Meine Patriarchats-These

 

Aus der Zusammenschau dieser Theorien und Thesen komme ich zu dem Ergebnis, dass das Patriarchat in Europa, im Nahen Osten und in Nordafrika  in der späten Jungsteinzeit von aggressiven Männerbünden gewaltsam durchgesetzt wurde. Zur Ausbildung dieser Männerbünde kam es im Zusammenhang mit der Sintflut (=Große Flut) am Schwarzen Meer.

Die Herrschafts- und Gewaltstrukturen innerhalb dieser Männerbünde sind ein Ergebnis von krankhaften psychischen Veränderungen infolge von Traumatisierungen. (Hungersnöte, Verlust der Heimat, Verlust von Angehörigen). Das Patriarchat ist also von Anfang an ein krankes System gewesen, das von psychisch schwer beeinträchtigten Menschen gewaltsam durchgesetzt worden war. Die ersten patriarchalen Männerbünde sind nicht erst mit den Wüstenbildungen (ca. 4.000 v. u. Z) entstanden, sondern bereits ca. 5.500 v. u. Z. mit der Sintflut.

Von den Überflutungen besonders betroffen waren die nördlich des Schwarzen Meeres gelegenen Ebenen. Hier dürfte es auch die meisten Opfer und traumatisierten Überlebenden gegeben haben. Diese Region (südrussische Steppe) wurde von Gimbutas als die Urheimat der Kurganvölker (=Indoeurpäer) identifiziert, die dort als nomadisierende Viehzüchter lebten.

Ich gehe davon aus, dass die Kurganvölker (=Indoeurpäer) aus den traumatisierten Überlebenden der Sintflut hervorgegangen sind, die das friedliche Alteurpa in mehreren Wellen überfallen und zerstört haben. Die uns bekannten biblischen Erzählungen lassen sich als matriarchale Sintflutberichte rekonstruieren, wenn sie von ihren patriarchalen Entstellungen und Umdeutungen befreit werden.